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      Beate Gruszka (Therapon24)

      Beate Gruszka (Therapon24)

      Frau K. ist 45 Jahre alt und hat zwei schulpflichtige Kinder. Nach langer Tätigkeit in einer intergrativen Kindertagesstätte folgte die Erziehungszeit ihrer Kinder. Jetzt möchte Frau K. wieder ins Berufsleben starten, dies jedoch bestmöglich mit dem Familienleben kombinieren.

      Frau K. hat sich bei Therapon24 als Teilhabeassistentin (THA) beworben. Nach einem ausgiebigem Auswahl- und Matchingverfahren, einem Hospitationstag an der Schule und der positiven Rückmeldung seitens Schüler, Lehrer und Eltern des Kindes begleitet sie Felix. Er geht in die 4. Klasse und wurde mit der Autismus Spektrums Störung diagnostiziert.

      Erfahren Sie mehr über den Alltag einer Teilhabeassistenz:

      „Jeder Morgen beginnt für mich mit Felix gleich.

      An einer Tafelseite hängt immer der aktuelle Stundenplan. Felix und ich besprechen jeden Tag den Plan vor dem Unterrichtsbeginn. Vorher informiere ich mich, ob es in der Unterrichtsplanung Änderungen geben wird, die ich dann mit ihm bespreche. Dadurch kann er sich besser auf die Veränderung einstellen.

      Ich setze mich auf meinen Stuhl neben Felix‘ Platz und warte, dass er in die Klasse kommt. Wenn ich mal dort nicht sitze, sucht er mich und wirkt verunsichert.

      Im Unterricht unterstütze ich Felix beim Zuhören. Hier benötigt er noch meine Lenkung. Zusammen mit der Förderlehrerin haben wir unterrichtsunterstützende „Karten“ erarbeitet, um seine Aufmerksamkeit durch diese visuelle Unterstützung besser lenken zu können. Die Karten, auf dem sein Lieblingskuscheltier zu sehen ist, hat Felix selbstständig gebastelt. Es gibt 4 Karten, die ich im Unterricht verwende. Die erste Karte ist für die Erklärungsphase. Wenn Felix eine Wiederholung der Aufgabenstellung benötigt, legt er mir die Karte hin. Ich lege sie Felix hin, um seine Aufmerksamkeit auf die Lehrkraft zu lenken. Die zweite Karte ist für die Bucharbeit. Hier schreibe ich für Felix die Seite im Buch auf, die er aufschlagen soll sowie die Aufgabennummer. Die dritte Karte ist für die Schreibphase und die vierte Karte ist die Pausenkarte. Diese Karte hält Felix hoch, wenn er eine Auszeit benötigt und sich im Nebenraum ausruhen möchte.

      In den Pausen begleite ich ihn, da er in sozialen Interaktionen meine Unterstützung benötigt. Er fühlt sich sicher, wenn er eine Struktur hat. Deshalb besprechen wir, worüber wir in den Pausen reden oder auf welche Mitschüler wir zugehen.

      Jeder Schultag endet gleich, so wie jeder Tag gleich beginnt. Ich schaue, dass er alles einpackt, seine Tasche nimmt und dann warten wir gemeinsam darauf, dass er um 14:30 Uhr abgeholt wird. Ich verabschiede mich immer von ihm und wir sehen uns am nächsten Tag wieder an der gleichen Stelle und immer zur gleichen Zeit.

      Einmal pro Woche tausche ich mich mit den Eltern und den Lehrern aus, der Austausch hilft mir sehr in meiner täglichen Arbeit. Ich freue mich, dass Felix durch meine Unterstützung als Teilhabeassistenz immer besser den Schulalltag bewältigen kann.“

      Ein Koordinator unterstützt Frau K. in ihrer Arbeit. Therapon24 hat in dem Bereich Autismus einen Schwerpunkt und bietet den Mitarbeitern vor und während des Schuljahres Fortbildungen, Fachaustausche oder Einzel- Fallsupervisionen an. So konnte sich Frau K. gut vorbereiten und verschiedene Handlungsstrategien erlernen sowie Materialien kennenlernen.

      Möchten auch Sie etwas Sinnvolles tun und ein beeinträchtigtes Kind bei seinem  Schulalltag begleiten? Haben Sie Anspruch auf Unterstützung für Ihr Kind und sind auf der Suche nach einer passenden Schulbegleitung? Benötigen Sie Hilfestellung bei der Antragsstellung? Melden Sie sich gerne bei Beate Gruszka unter 06151/ 397387-0 oder per Mail unter info@therapon24.de, sie hilft Ihnen weiter.

      GesundLebenHeute – Das Gesundheitsmagazin der Echo Medien, Ausgabe 3/2017, Erscheinungsdatum 21.06.02017